Engelsherz - Traumdeutung
Wenn Träume uns etwas mit in den Alltag geben
Träume können geheimnisvoll, berührend, manchmal verwirrend und manchmal erstaunlich klar sein. Manche verschwinden wenige Minuten nach dem Aufwachen wieder aus unserer Erinnerung. Andere begleiten uns noch Stunden oder Tage, weil bestimmte Bilder, Menschen oder Situationen etwas in uns berühren.
Für mich sind Träume keine festen Vorhersagen darüber, was geschehen wird. Ich betrachte sie vielmehr als eine mögliche Verbindung zu unserem Inneren. Erlebnisse, Gefühle, Erinnerungen und Themen, die uns beschäftigen, können darin eine ganz eigene Bildsprache bekommen. Spirituell betrachtet dürfen wir uns zusätzlich fragen, ob ein Traum einen Impuls enthält, der uns auf unserem Weg begleiten möchte.
Auf dieser Seite möchte ich besondere Träume mit euch teilen und sie auf meine persönliche, spirituelle und zugleich bodenständige Weise betrachten. Dabei geht es nicht darum, jedem Traumsymbol eine starre Bedeutung zuzuordnen. Eine Tür muss nicht für jeden Menschen dasselbe bedeuten und eine Treppe kann in unterschiedlichen Lebenssituationen vollkommen verschiedene Botschaften tragen, sowie viele andere Zeichen in unseren Träumen auch.
Viel spannender hingegen ist die Frage:
Was berührt dieser Traum gerade in meinem eigenen Leben?
Manchmal zeigt sich die Antwort nicht unmittelbar nach dem Aufwachen, sondern es geschieht etwas im Laufe eines Tages, das plötzlich eine Verbindung entstehen lässt.
Möchtest du deinen Traum mit mir teilen?
Manche Träume lassen uns auch nach dem Aufwachen nicht los. Vielleicht erinnerst du dich besonders deutlich an einen Menschen, einen Ort, ein Tier, eine Zahl oder eine bestimmte Situation. Und manchmal geschieht noch am selben Tag etwas, das dich plötzlich wieder an deinen Traum denken lässt.
Wenn du möchtest, kannst du mir über mein Kontaktformular deinen Traum erzählen. Schreibe mir dabei gerne auch, was du nach dem Aufwachen oder im Laufe des Tages erlebt hast. Gab es besondere Begegnungen, Gedanken, Zeichen oder Situationen, bei denen du das Gefühl hattest, dass sie mit deinem Traum in Verbindung stehen könnten?
Ich betrachte deinen Traum gemeinsam mit diesen Erlebnissen und verbinde die einzelnen Bilder zu einer persönlichen spirituellen Traumdeutung. Dabei geht es nicht um eine Vorhersage der Zukunft und auch nicht darum, jedem Traumsymbol eine feste Bedeutung zu geben. Vielmehr möchte ich gemeinsam mit dir entdecken, welche Botschaft oder welcher Impuls sich darin für dein eigenes Leben zeigen könnte.
Dein Traum ist so individuell wie du und genau so darf auch seine Deutung sein. Wünschst du dir eine persönliche Traumdeutung von mir, findest du den aktuellen Preis in meinem Webshop. Passt es für dich, kannst du mir deinen Traum und deine Erlebnisse ganz in Ruhe über das Kontaktformular erzählen. Alles Weitere können wir anschließend per E-Mail besprechen und natürlich ist dort auch Raum für deine Fragen.
Auch meine eigenen Träume begleiten mich immer wieder. Manche von ihnen berühren mich besonders, weil sich ihre Bilder später auf erstaunliche Weise in meinem Alltag widerspiegeln. In gewissen Abständen möchte ich hier solche persönlichen Träume mit euch teilen und zeigen, welche Bedeutung ich darin für mich entdecken durfte.
Den Anfang macht ein Traum, den ich „Die verschlossene Tür“ genannt habe.
Die verschlossene Tür
An jenem Morgen erinnerte ich mich sehr deutlich an meinen Traum.
Meine Tochter und ich waren gemeinsam in der Stadt und liefen in ein Parkhaus, wo wir auf einem der obersten Ebenen standen. Dort wollte sie den Fahrstuhl nehmen. Ich sagte zu ihr, dass ich lieber die Treppe laufen würde, also trennten sich unsere Wege für einen kurzen Moment.
Ich ging die Treppen hinunter und plötzlich öffnete sich eine Tür vor mir und ich ging hindurch. Dahinter führte eine weitere Treppe noch tiefer nach unten und schließlich gelangte ich in einen Kellerbereich. Dort stand ich erneut vor einer Tür, doch diesmal öffnete sie sich nicht. Meine Tochter kam inzwischen mit dem Fahrstuhl ebenfalls unten an und fand zu mir. Gemeinsam gingen wir anschließend die Treppen wieder nach oben. Dann wachte ich auf.
Hinab zu den eigenen Wurzeln
Schon beim Nachdenken über diesen Traum empfand ich die Treppe als ein starkes Symbol. Ich hatte mich bewusst dafür entschieden, jeden einzelnen Schritt selbst zu gehen. Gleichzeitig führte mein Weg nicht nach oben, sondern immer weiter hinunter. Spirituell kann ein solches Hinabsteigen für mich bedeuten, tiefer zu schauen. In Erinnerungen, in die eigene Vergangenheit, in verborgene innere Bereiche, oder sogar zu den eigenen Wurzeln. Eine erste Tür öffnete sich einfach und ich durfte weitergehen. Doch irgendwann kam eine zweite Tür und diese blieb geschlossen.
Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Genau dieses Bild sollte sich für mich noch am selben Tag auf erstaunliche Weise widerspiegeln.
Als sich der Traum im Alltag spiegelte
Meine Tochter und ich beschäftigten uns an diesem Tag gemeinsam mit unserer Ahnenforschung. Wir suchten weiter nach unseren familiären Wurzeln und tatsächlich gelang es uns, wieder ein kleines Stück mehr herauszufinden. Es war, als hätte sich auch hier zunächst eine weitere Tür geöffnet.
Doch irgendwann kamen wir an einen Punkt, an dem wir keine neuen Informationen mehr finden konnten. Wir suchten trotzdem noch ein wenig, aber es ging nicht weiter. Also beschlossen wir aufzuhören.
Erst im Nachhinein wurde mir bewusst, wie sehr mich dieser Moment an meinen Traum erinnerte.
Auch dort war ich gemeinsam mit meiner Tochter unterwegs gewesen, auch dort durfte ich zunächst weitergehen und auch dort kam irgendwann eine Tür, die sich nicht mehr öffnen ließ.
Vielleicht bedeutet eine geschlossene Tür nicht immer, dass der Weg grundsätzlich zu Ende ist, sondern einfach nur bis hierher für heute.
Und danach entstand Licht
Nachdem wir die Ahnenforschung beendet hatten, machten meine Tochter und ich etwas vollkommen anderes. Wir gossen gemeinsam Kerzen.
Gerade im Zusammenhang mit diesem Traum empfand ich auch das später als ein wunderschönes Bild. Wir hatten uns zuvor mit Menschen beschäftigt, die vor uns gelebt haben, hatten in unserer Familiengeschichte gesucht und waren dabei sinnbildlich ein Stück zurück in unsere Vergangenheit gegangen. Anschließend stellten wir gemeinsam etwas her, das Licht schenkt.
Für mich kann eine Kerze für Erinnerung stehen, für Verbundenheit und für das Licht, das wir aus unserer eigenen Geschichte mit in die Gegenwart nehmen.
Als auch die Waschmaschine stehen blieb
Später am selben Tag geschah noch etwas ganz Alltägliches, meine Waschmaschine ging kaputt. Natürlich weiß ich, dass eine Waschmaschine ein technisches Gerät ist und irgendwann einen Defekt haben kann. Ich habe den verschmorten Geruch bemerkt, sofort den Stecker gezogen und die Situation ganz praktisch betrachtet. Trotzdem durfte ich mich auf meiner spirituellen Ebene fragen, warum mich gerade der Ablauf so sehr an meinen Traum erinnerte.
Eine Waschladung war zuvor vollkommen normal durchgelaufen. Bei der nächsten Wäsche wollte ich anschließend noch einmal nachschleudern lassen, doch plötzlich ging es nicht mehr richtig weiter. Die Maschine schleuderte nur sehr langsam, die angezeigten Minuten schienen stehen zu bleiben und schließlich brummte sie nur noch. Dann kam der verschmorte Geruch und ich beendete alles.
Wieder dieses Bild
Etwas funktioniert eine Zeit lang, dann kommt ein Punkt, an dem es nicht weitergeht.
Gerade das Nachschleudern bekam für mich dadurch eine besondere Symbolik. Muss wirklich alles immer noch einmal gedreht, durchsucht und bearbeitet werden? Oder darf irgendwann der Moment kommen, an dem wir sagen: Für jetzt ist es genug!?
Was ich aus diesem Traum mitnehme
Ich sehe in all diesen Ereignissen keinen Beweis dafür, dass mein Traum den Tag vorhergesagt hat oder dass meine Waschmaschine aus einem spirituellen Grund kaputtgegangen ist. Allerdings glaube ich daran, dass wir aufmerksam durch unser Leben gehen dürfen.
Denn manchmal begegnen uns Bilder, Situationen und Gefühle, die auf eine erstaunliche Weise miteinander in Resonanz treten. Ein Zeitpunkt, wo wir uns dann selbst entscheiden können, ob darin eine persönliche Botschaft liegt.
Meine Botschaft lautet:
Ich darf meinen Wurzeln folgen, solange sich Türen öffnen. Wo eine Tür geschlossen bleibt, muss ich sie nicht mit aller Kraft öffnen. Ich darf das Gefundene mitnehmen, ins Heute zurückkehren und daraus mein eigenes Licht entstehen lassen.
Vielleicht öffnet sich die verschlossene Tür irgendwann, vielleicht finde ich einen anderen Zugang und vielleicht musste sie an diesem Tag einfach geschlossen bleiben.
Denn auch eine geschlossene Tür kann uns zeigen, wann es Zeit ist, nicht noch tiefer zu suchen, sondern wieder nach oben ins eigene Leben zurückzukehren.