Engelsherz - Zeichen & Gedanken der Woche

 

Willkommen bei den Zeichen & Gedanken der Woche.

Hier teile ich kleine Beobachtungen aus der Natur, besondere Augenblicke und Gedanken, die mich berührt haben. Manchmal entstehen daraus Fragen, manchmal Erinnerungen und manchmal einfach nur ein Moment zum Staunen.

Vielleicht schenken diese Zeichen auch dir einen kleinen Impuls für deinen Weg. 

 

Ein kleiner Hinweis für dich: Wenn du in meinen Beiträgen ein schwarz hervorgehobenes Wort entdeckst, kannst du es anklicken. Es führt dich direkt zu einer weiteren passenden Seite von Engelsherz, auf der du noch mehr zum jeweiligen Thema findest.,


Wenn unsere Wurzeln plötzlich wieder lebendig werden

 

Ostseeurlaub 1985. Eine Erinnerung aus meiner Kindheit und an die gemeinsame Zeit mit meinen Großeltern, die bis heute zu meinen Wurzeln gehört. Und selbst in der Jahreszahl begegnet mir heute wieder die 5: 1 + 9 + 8 + 5 = 23 und 2 + 3 = 5. Genau jene Zahl, die ich heute auf besondere Weise mit meiner Oma Adelheid verbinde.

 

Im letzten Gedanken der Woche habe ich euch am Ende nur einen Namen da gelassen:

 

🤍Oma Adelheid🤍

 

Ich hatte geschrieben, dass mich das Wort „Wurzeln“ nach unserer Wochenendreise plötzlich viele Jahre zurückgeführt hat. Zu einem Menschen, zu einem vertrauten Ort und zu Erinnerungen, deren Bedeutung mir heute noch einmal auf eine ganz andere Weise bewusst geworden ist. Heute möchte ich diese Geschichte weitererzählen.

Meine Oma Adelheid gehört zu den Menschen, die einen großen Teil meiner Kindheit geprägt haben. Ich war oft bei ihr und meinem Opa, habe dort übernachtet und viel Zeit mit meinen Großeltern verbracht. Es sind vor allem die kleinen Dinge, an die ich mich heute erinnere. Gemeinsam frühstücken, Spiele spielen, Zeitschriften anschauen, zusammensitzen und einfach Zeit miteinander verbringen. Erinnerungen müssen nicht außergewöhnlich sein, um Jahrzehnte später noch etwas in uns auszulösen. Oft sind es gerade diese alltäglichen Augenblicke die bleiben.

Auch unsere gemeinsamen Reisen gehören für mich dazu. Wir fuhren an die Ostsee und in den Schwarzwald, waren mit dem Wohnwagen unterwegs und starteten in den Sommerferien dafür schon zwischen drei und halb fünf Uhr morgens. Buma, der Mischlingshund von meinen Großeltern, der wie ein Pudel aussah, gehörte ebenfalls zu dieser schönen Zeit. Selbst bestimmte Gerichte verbinde ich bis heute mit meiner Oma. Milchreis mit Zimt und Zucker oder Nudeln mit Tomatensoße und Hackbällchen sind für mich deshalb nicht einfach nur Essen. Sie tragen ein kleines Stück Erinnerung in sich.

Meine Oma hatte gesundheitlich einiges erlebt. Nach einem Schlaganfall arbeitete sie als Reinigungskraft in einem Kindergarten für Kinder mit Behinderung. Ich durfte sie dort freitags und auch während der Ferien begleiten. Damals habe ich über solche Dinge natürlich anders nachgedacht als heute. Heute sehe ich darin einen weiteren Teil ihrer Geschichte und gleichzeitig einen Teil meiner eigenen Wurzeln.

Denn Wurzeln bestehen für mich nicht nur aus Namen, Geburtsdaten und Einträgen in einem Stammbaum. Sie bestehen aus Menschen, Räumen, Gerüchen, Essen, Reisen, Gewohnheiten und all den kleinen Erlebnissen, die irgendwo in uns weiterleben.

 

Und genau hier wird meine Geschichte für mich besonders.

 

Ich wohne heute in demselben Haus und sogar auf derselben Etage, auf der früher meine Großeltern lebten. Das kleine Wohnzimmer, in dem wir uns häufig aufgehalten haben und in dem ich als Kind auch auf der Couch geschlafen habe, ist heute mein Engelszimmer. Ausgerechnet dort befindet sich heute der Raum, in dem meine Spiritualität, meine Engel und vieles von dem, was zu Engelsherz gehört, seinen Platz gefunden haben. Und das frühere Schlafzimmer meiner Großeltern ist heute das Zimmer meiner Tochter Caroline.

Wenn ich darüber nachdenke, berühren sich Vergangenheit und Gegenwart auf eine Weise, die mir im Alltag lange gar nicht so bewusst war. Räume verändern sich, Menschen gehen und neue Generationen kommen. Möbel verschwinden, Zimmer bekommen eine neue Aufgabe und ein Zuhause verändert sein Gesicht. Und trotzdem kann etwas von seiner Geschichte erhalten bleiben.

Eine Erinnerung an meine Oma berührt mich dabei bis heute ganz besonders. Als ich sie zum letzten Mal sah, war meine erstgeborene Tochter Michelle drei Monate alt. Meine Oma bat darum, ihre Urenkelin einmal im Arm halten zu dürfen. Es war das einzige Mal, dass Michelle in ihren Armen lag. Diese Erinnerung macht mich glücklich und zugleich ein wenig traurig.

Damals konnte ich nicht wissen, welche Bedeutung dieser kleine Augenblick viele Jahre später für mich bekommen würde. Heute sehe ich darin drei Generationen, die sich für einen kurzen Moment miteinander verbunden haben.

 

Meine Oma, ich und meine Tochter. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in einem einzigen Augenblick.

 

In den vergangenen Tagen habe ich mich gemeinsam mit meiner Tochter Michelle wieder intensiver mit unserer Familiengeschichte und unseren Ahnen beschäftigt. Wir haben gesucht, einiges herausgefunden und sind auch an Punkte gekommen, an denen wir nicht mehr weiterkamen. Gerade dadurch rückte meine Oma Adelheid wieder stärker in mein Bewusstsein. Dabei gibt es zwei Dinge, die mich besonders beschäftigen.

Meine Oma wurde am 31. Oktober geboren. Heute kennen viele diesen Tag vor allem als Halloween. Gleichzeitig fällt er in die Zeit von Samhain, die in alten keltischen Traditionen mit dem Ende eines Jahreszyklus, dem Übergang in die dunklere Jahreszeit und der Erinnerung an Verstorbene verbunden war. Für meine persönliche Spiritualität bekommt der Geburtstag meiner Oma dadurch heute noch einmal eine besondere Bedeutung.

Ich selbst begehe diese besondere Zeit jedes Jahr auf meine ganz persönliche Weise. Ich decke einen Tisch für meine verstorbenen Angehörigen und stelle ihre Bilder dazu. Für jeden lege oder stelle ich etwas auf den Tisch, das er zu Lebzeiten besonders mochte und das mich mit diesem Menschen verbindet. Anschließend nehme ich mir Zeit, setze mich dazu, bete und folge einfach meiner Intuition, ohne einem festen Ablauf zu folgen. Der Tisch bleibt über Nacht gedeckt. Für mich ist dieses kleine Ritual eine liebevolle Möglichkeit, mich zu erinnern, dankbar zurückzublicken und meinen Ahnen einen besonderen Platz zu geben.

 

Und dann ist da 5:55 Uhr.

 

Diese Uhrzeit steht als Todeszeit meiner Oma in unserem Stammbuch. Als ich sie entdeckte, blieb ich sofort daran hängen. Die Fünf verbinde ich persönlich mit Veränderung, Bewegung und Übergang. Dreimal hintereinander bekommt diese Zahl für mich deshalb eine besondere Symbolik.

Ich sage damit nicht, dass eine Uhrzeit beweisen kann, was nach unserem Tod geschieht, doch ich darf wahrnehmen, was eine solche Entdeckung in mir auslöst. Vor wenigen Tagen geschah etwas, das mich noch einmal besonders berührte. Während meiner Arbeitszeit schaute ich auf die Uhr.

 

5:55 Uhr

 

Genau die Uhrzeit, die als Todeszeit meiner Oma Adelheid in unserem Stammbuch steht. Ausgerechnet in diesem Augenblick beschäftigte mich ein Gedanke, der mit meinem eigenen weiteren Weg zu tun hatte. Ich dachte darüber nach, Kirchengemeinden anzuschreiben und dort anzufragen, ob ich auch für sie Beiträge schreiben und veröffentlichen darf, ähnlich wie die Texte, die hier auf meiner Engelsherz-Website entstehen. Als ich die Uhrzeit sah, musste ich sofort an meine Oma denken. Plötzlich traf ihre 5:55 Uhr auf einen Gedanken, der für mich mit meinem Schreiben, meiner Spiritualität und einer möglichen neuen Richtung verbunden war.

War es Zufall? War meine Aufmerksamkeit für diese Uhrzeit inzwischen einfach besonders groß? Oder durfte ich diesen Augenblick für mich persönlich als eine besondere Verbindung zu meiner Oma empfinden?

Ich weiß es nicht und ich muss es auch nicht wissen. Was ich aber weiß, ist, dass ich genau in diesem Moment an etwas dachte, das in meine Zukunft führen könnte, während mich die Uhrzeit gleichzeitig mit einem Menschen aus meiner Vergangenheit verband. Auf der einen Seite meine Oma Adelheid und meine Wurzeln. Auf der anderen Seite mein eigener Weg und die Frage, wohin mich mein Schreiben noch führen kann. Für einen kurzen Augenblick standen Vergangenheit und Zukunft für mich nebeneinander.

Je länger ich mich mit meiner Oma beschäftige, desto mehr verstehe ich auch, weshalb mich ausgerechnet nach unserer Wochenendreise das Wort Wurzeln nicht mehr losgelassen hat. Auf dieser Reise begegneten mir Erde, Rinde, eine Nuss und eine weiße Feder. 

 

Meine Wurzeln verbinden mich mit der Erde und meinen Ahnen. Mein Herz verbindet mich mit dem Himmel und den Engeln.

 

Dieser Satz bekommt für mich noch einmal eine andere Tiefe, denn meine Wurzeln liegen nicht irgendwo in einer fernen Vergangenheit. Ich lebe heute mitten in einem Teil von ihnen.

Ich sitze in einem Raum und beschäftige mich mit Spiritualität, Engeln und Engelsherz, in dem ich als Kind Zeit mit meinen Großeltern verbracht und auf der Couch geschlafen habe. Meine Tochter Caroline lebt heute in einem weiteren Raum, im damaligen Schlafzimmer meiner Großeltern. Und während ich und meine Tochter Michelle nach unseren Ahnen suchen, kommt die Geschichte meiner Oma wieder zurück in mein Bewusstsein.

Für mich bedeutet das nicht, in der Vergangenheit stehen zu bleiben. Ein Baum wächst schließlich auch nicht zurück zu seinen Wurzeln, er wächst aus ihnen heraus und genau dieses Bild gefällt mir.

Wir dürfen weiterwachsen, ohne unsere Herkunft abzuschneiden. Wir dürfen neue Räume schaffen, obwohl in ihnen alte Geschichten wohnen. Wir dürfen unseren eigenen Weg gehen und trotzdem dankbar zurückschauen auf die Menschen, die einen Teil unseres Lebens geprägt haben.

Vielleicht liegt genau darin auch die besondere Verbindung zu meinem Gedanken um 5:55 Uhr. Denn als ich auf die Uhr schaute, war ich gerade bei meiner Arbeit als Reinigungskraft. Ein Beruf, den auch meine Oma Adelheid ausgeübt hat. Ausgerechnet an einem Ort, an dem sich unsere Lebenswege auf diese Weise ein Stück spiegeln, zeigte die Uhr genau ihre Todeszeit.

Und während ich dort meiner heutigen Arbeit nachging, waren meine Gedanken bereits bei etwas Neuem. Ich dachte darüber nach, mit meinen eigenen Texten einen weiteren Schritt zu wagen, Kirchengemeinden anzuschreiben und dadurch vielleicht neue Menschen mit meinem Schreiben zu erreichen.

Für mich kamen in diesem einen Augenblick erstaunlich viele Dinge zusammen. Die Arbeit meiner Oma, meine eigene Arbeit, ihre Todeszeit 5:55 Uhr und mein Gedanke an einen neuen Weg. Ob ich darin eine Spiegelung, eine Erinnerung oder sogar für mich persönlich einen Moment ihrer Präsenz empfinde, möchte ich gar nicht festlegen. Aber genau so hat es sich für mich angefühlt. Als hätte die Vergangenheit für einen kurzen Augenblick meine Gegenwart berührt, während meine Gedanken bereits in Richtung Zukunft gingen.

Und noch etwas wird mir dabei bewusst. Reinigungskraft zu sein ist für mich nichts, wofür man sich verstecken oder rechtfertigen müsste. Es ist eine Arbeit, die häufig im Hintergrund geschieht und trotzdem jeden Tag etwas Wertvolles für andere Menschen schafft. Meine Oma hat nach ihrem Schlaganfall als Reinigungskraft in einem Kindergarten für Kinder mit Behinderung gearbeitet und ich durfte sie dort als Kind immer wieder begleiten. Heute sehe ich diese Zeit mit anderen Augen. Sie hat dort nicht einfach nur Räume gereinigt. Mit ihrer Arbeit hat sie dazu beigetragen, einen sauberen und angenehmen Ort für Menschen zu schaffen, die diesen Ort jeden Tag brauchten.

Auch meine eigene Tätigkeit als Reinigungskraft trägt für mich deshalb ein Stück meiner Oma in sich. Ich möchte diesen Beruf nicht in eine Ecke gestellt sehen, als wäre er weniger wert als andere Tätigkeiten. Wer reinigt, übernimmt Verantwortung für andere Menschen und sorgt dafür, dass sie sich in sauberen und gepflegten Räumen aufhalten können. Auch diese Arbeit ist ein wichtiger Teil unseres Zusammenlebens.

Und dabei geht es für mich noch um etwas anderes: um Respekt gegenüber den Menschen, die diese Arbeit ausüben. Eine Reinigungskraft ist nicht einfach jemand, an dem man vorbeigeht, ohne ihn wahrzunehmen. Ein Hallo, ein Dankeschön, ein freundlicher Blick oder ein paar wertschätzende Worte kosten nichts und können trotzdem sehr viel bedeuten. Jeder Mensch verdient es, gesehen und respektiert zu werden, ganz unabhängig davon, welchen Beruf er ausübt.

Selbst wenn mein Weg mich eines Tages immer stärker zu Engelsherz, zum Schreiben und zu meiner spirituellen Arbeit führt, kann ich mir deshalb gut vorstellen, immer ein kleines Stück Reinigungstätigkeit in meinem Leben zu behalten. Nicht weil ich müsste, sondern weil ich möchte. Auch damit möchte ich zeigen, dass diese Arbeit ihren Wert hat und die Menschen, die sie jeden Tag verrichten, Anerkennung und Respekt verdienen.

Vielleicht würde ich damit sogar etwas weitertragen, das schon bei meiner Oma begonnen hat. Nicht indem ich genau ihr Leben wiederhole, sondern indem ich einem Teil unserer gemeinsamen Geschichte meinen eigenen Sinn gebe. Meine Wurzeln dürfen bleiben, auch wenn meine Äste längst in eine andere Richtung wachsen.

Ob es eine Spiegelung, eine Erinnerung oder für mich persönlich sogar ein Augenblick ihrer Präsenz war, möchte ich nicht festlegen. Aber ich darf fühlen, was dieser Moment für mich bedeutet hat. Vergangenheit muss uns nicht festhalten, sie kann auch der Boden sein, auf dem etwas Neues wächst.

 

Mein Impuls für dich

 

Wenn du heute an deine eigenen Wurzeln denkst, musst du nicht gleich einen Stammbaum herausholen. Denke zunächst an einen Menschen, der dich geprägt hat.

Was ist von diesem Menschen in deinem Leben geblieben? Ein bestimmtes Essen, ein Geruch, ein Satz, ein Zimmer, eine gemeinsame Reise oder eine Gewohnheit, die du heute vielleicht selbst übernommen hast?

Oft erkennen wir erst viel später, wie viele kleine Spuren Menschen in unserem Leben hinterlassen haben.

Für mich ist meine Oma Adelheid heute nicht nur ein Name in meiner Familiengeschichte. Sie gehört zu meinen Kindheitserinnerungen, zu diesem Haus, zu meinen Wurzeln und damit auch zu einem kleinen Teil des Menschen, der ich heute bin.

Dafür brauche ich keine endgültige Erklärung, was ein Zeichen ist und was nicht, denn eines ist ganz real:

 

Menschen können gehen und trotzdem Spuren hinterlassen, aus denen etwas Neues weiterwächst

 

Auch dieser Gedanke der Woche wird seinen Platz in meiner Engelsherz Chronik bekommen, sobald der nächste entstanden ist. Dort dürfen meine Gedanken erhalten bleiben und auch später noch einmal nachgelesen werden. Und je mehr davon zusammenkommen, desto deutlicher erkenne ich selbst, dass Erlebnisse, die zunächst einzeln erscheinen, später miteinander verbunden sein können.

 

So wie die Erde und die Feder auf unserer Reise.

So wie mein Engelszimmer und das frühere Wohnzimmer meiner Großeltern.

So wie eine Erinnerung aus meiner Kindheit und ein Gedanke an meine Zukunft um 5:55 Uhr.

 

Unsere Wurzeln halten uns nicht fest. Sie geben uns den Boden, aus dem wir weiterwachsen dürfen.


🌿 Sanfte Begleitung für dich

Wenn du das Gefühl hast, dass dich diese Themen gerade tiefer begleiten, findest du bei mir auch persönliche Seelenbotschaften und Kartenimpulse, oder eine Raumharmonisierung, die dich individuell unterstützen.

Und wenn du spürst, dass dich diese Botschaft heute nicht vollständig erreicht, darfst du dich gern in der Engelsherz-Chronik umsehen. Oft wartet dort genau das, was dich gerade begleitet.

 

Weitere Impulse für dich

Persönliche Begleitung