Ein Raum verändert sich, und mit ihm entsteht etwas Neues. Etwas, das nicht nur mit Möbeln, Figuren oder einer anderen Gestaltung zu tun hat, sondern mit dem, was uns Menschen miteinander verbindet.
Mein Engelzimmer hat sich verwandelt. Ein Raum, der mir schon lange sehr am Herzen liegt und in dem viele persönliche Erinnerungen, spirituelle Begleiter und besondere Gegenstände ihren Platz gefunden haben. Nun durfte etwas Neues hinzukommen, ohne dass das Vertraute weichen musste. Gemeinsam mit meinem Partner Arne habe ich diesen Raum umgestaltet und wir haben ihm auch gemeinsam einen neuen Namen gegeben.
Arnja – eine Verbindung aus Arne und Tanja
Für mich ist dieses Zimmer schon immer ein besonderer Ort gewesen. Hier begegnen sich Erinnerungen, Glaube, Geborgenheit und die Liebe zu all den Dingen, die mein Leben bereichern. Engel, Kerzen, Kreuze, persönliche Erinnerungsstücke und alte Möbel erzählen ihre eigenen Geschichten. Nun hat auch Buddha seinen Platz gefunden, mit einem eigenen Altar, der sich wunderbar in das Gesamtbild einfügt. Ich bin stolz darauf, was wir gemeinsam erschaffen haben, denn dieser Raum zeigt etwas, das mir im Leben besonders wichtig ist.
Das Miteinander
Arne und ich haben unsere eigenen spirituellen Vorstellungen und Verbindungen. Doch weshalb sollten unterschiedliche Glaubensrichtungen einander ausschließen? Für mich liegt gerade darin eine wunderbare Möglichkeit, voneinander zu lernen und einander zu bereichern. Jeder Mensch darf seinen Glauben auf seine Weise leben. Niemand muss den Weg eines anderen übernehmen, um ihn zu achten und zu respektieren. Wenn wir lernen, Unterschiede nicht als Trennung zu betrachten, sondern als Teil unserer Vielfalt, können Verständnis, Liebe und Frieden wachsen.
Frieden beginnt dort, wo wir einander sein lassen dürfen, wie wir sind
Nachdem wir unser Engelzimmer neu gestaltet hatten, wollten wir es gemeinsam reinigen und segnen. Dieses Mal entschied ich mich für eine besondere Form der Segnung. Ein eigens dafür gestaltetes Lied sollte uns begleiten und die Gedanken, Wünsche und Gefühle aufnehmen, die wir mit unserem neuen gemeinsamen Raum verbinden.
Als wir das Zimmer betraten, zeigte die Uhr in unserer alltäglichen Zeit genau 22:11 Uhr. Eine Uhrzeit, die für mich eine besondere Bedeutung trägt. Die 11 begleitet mich schon seit vielen Jahren als meine persönliche Engelszahl, die ich mit Schutz und spiritueller Verbundenheit in Verbindung bringe. Die 22 wiederum erinnert mich an Menschen, die tiefe Spuren in meinem Leben hinterlassen haben. Mein Stiefpapa Peter, Arnes Mutter und eine besondere Frau, mit der ich wertvolle Erinnerungen an das Wachstum meiner Pflanze , aber auch an die Anfänge von Engelsherz verbinden. Denn durch diese Begegnung wurde etwas in Bewegung gesetzt, aus dem schließlich meine Website Engelsherz entstehen durfte. So trug bereits der Beginn unserer Segnung für mich eine Verbindung zu Menschen und Erinnerungen in sich, die uns wichtig sind.
Doch auch unsere Engelsuhr im Zimmer zeigte eine interessante Zeit. Ihre Zeiger standen ungefähr auf 8:22 Uhr. Die 8 ist für mich ein Symbol der Unendlichkeit, allerdings mit einer ganz eigenen Bedeutung. Ich stelle sie mir wie einen schwingenden Kreislauf vor, in dem das Leben seine Bewegungen macht. Es gibt Höhen und Tiefen, Herausforderungen und Erfahrungen, die uns weiterentwickeln. Der Weg bleibt unendlich, auch wenn er nicht immer gerade verläuft.
Als unsere Segnung schließlich beendet war, schaute ich wieder auf die Uhr. Es war genau Mitternacht, 0:00 Uhr. Nicht kurz davor und nicht danach, sondern genau in dem Augenblick, in dem wir unsere Segnung abgeschlossen hatten. Für mich war das ein wunderschöner Moment. Die 0 bedeutet ebenfalls Unendlichkeit, doch anders als die 8 empfinde ich sie als einen geschlossenen, gleichmäßigen Kreislauf, der ohne Umwege seinen Weg geht. Gleichzeitig steht Mitternacht für den Übergang von einem Tag zum Nächsten. Ein Abschnitt geht zu Ende, während ein Neuer beginnt.
Auf unserer Engelsuhr war inzwischen ungefähr 6:33 Uhr zu erkennen. Auch diese Zahlen haben für mich eine besondere Bedeutung. Die 6 ist meine persönliche Jahreszahl für 2026 und verbindet sich für mich mit Liebe, Familie, Harmonie und Geborgenheit. Die 33 wiederum ist für mich eine Meisterzahl, die ich mit Magie, Mitgefühl und spirituellem Wachstum verbinde. Gerade die Magie liegt für mich nicht nur in außergewöhnlichen Erlebnissen. Sie kann auch in einem gemeinsamen Augenblick entstehen, in einer liebevollen Geste oder in dem Gefühl, etwas miteinander geschaffen zu haben.
Natürlich darf jeder Mensch Zahlen und solche Augenblicke auf seine eigene Weise betrachten. Für mich sind sie persönliche Sinnbilder, die mich zum Nachdenken bringen und mich an das erinnern, was mir wichtig ist. Besonders berührt hat mich, dass unsere Segnung genau mit dem Übergang in einen neuen Tag endete. Es fühlte sich für mich an wie ein passender Abschluss unserer gemeinsamen Veränderung.
Wenn ich unser Engelzimmer Arnja betrachte, sehe ich weit mehr als eine neue Einrichtung. Ich sehe Erinnerungen, die bleiben dürfen, und neue Wege, die hinzukommen. Ich sehe Engel und Buddha, christliche Symbole und buddhistische Elemente, die ihren Platz nebeneinander gefunden haben. Ich sehe unsere gemeinsame Arbeit, unsere Vorstellungen und die Freude darüber, etwas miteinander gestaltet zu haben.
Unser Engelzimmer Arnja erinnert mich daran, dass wir nicht denselben Glauben haben müssen, um dieselben Werte miteinander zu teilen.
Respekt, Mitgefühl, Liebe, Vertrauen und Frieden gehören keiner einzelnen Religion. Sie sind Werte, die Menschen über Grenzen und unterschiedliche Überzeugungen hinweg verbinden können. Wenn wir aufhören, einander verändern zu wollen, und beginnen, einander wirklich anzunehmen, schaffen wir Raum für ein friedliches Miteinander. Vielleicht beginnt genau dort die größte Veränderung: nicht darin, dass alles gleich wird, sondern darin, dass Unterschiedliches miteinander bestehen darf.
Mein kleiner Impuls für dich:
Schau dich einmal in deinem eigenen Zuhause um. Gibt es einen Ort, der dich an besondere Menschen, Erfahrungen oder Veränderungen erinnert? Einen Platz, an dem du dich geborgen fühlst und ganz du selbst sein kannst? Du brauchst keinen großen Altar und keine außergewöhnlichen Gegenstände, um einen solchen Ort zu erschaffen. Oft genügt schon etwas, das für dich eine persönliche Bedeutung trägt.
Ein Zuhause wird nicht allein durch seine Einrichtung besonders, sondern durch die Liebe, die Erinnerungen und das Miteinander, die darin ihren Platz finden.