Was haben eine Wespenspinne, zwei Pflanzen und 11:11 Uhr miteinander zu tun?

Veröffentlicht am 24. August 2026 um 16:40

Heute entdeckte ich eine Wespenspinne und noch ahnte ich nicht, wie gut diese Begegnung zu all den Gedanken passen würde, die mich wenig später beschäftigen sollten.

Eine Spinne verbindet viele einzelne Fäden miteinander. Sie beginnt irgendwo mit einem ersten Faden und daraus entsteht nach und nach ihr Netz. Genau dieser Gedanke hat mich berührt, denn wenn ich auf die vergangenen Monate und auf Engelsherz zurückblicke, fühlt es sich für mich ähnlich an. Denn auch meine Website war einmal nur ein Gedanke. Eine Idee, bei der ich überhaupt nicht wusste, was daraus einmal werden würde. Nach und nach kamen neue Seiten hinzu, meine persönlichen Erfahrungen, meine Gedanken, meine Spiritualität, meine Angebote und vor allem immer mehr von mir selbst.

Auch mein eigener Weg war nicht von Anfang an klar. Vieles ist erst entstanden, weil ich wieder mehr angefangen habe, auf mein Herz und meine Intuition zu hören. Spiritualität hat mich durch schwere Zeiten begleitet und mir geholfen, mich selbst wiederzufinden und Stück für Stück zu entfalten. Heute möchte ich Spiritualität und Bodenständigkeit miteinander verbinden. Ich möchte nicht etwas machen, nur weil andere es genauso machen. Engelsherz soll meine eigene Handschrift tragen und darf sich gemeinsam mit mir weiterentwickeln und genau am heutigem Tag führte mich einer dieser Fäden zu etwas zurück, das schon viel früher begonnen hatte.

 

Vor einiger Zeit hatte ich Samen der Artemisia annua ausgesät. Ich lernte diese besondere Pflanze durch einen Menschen kennen, der einen wichtigen Platz in meinem Leben hatte und bis heute in meinen Erinnerungen weiterlebt. Dafür bin ich sehr dankbar, denn ohne diese Begegnung hätte diese Pflanze vermutlich niemals ihren Weg zu mir gefunden.

Allerdings verlief ihre Geschichte nicht von Anfang an so, wie ich es mir gewünscht hatte. Meine ersten kleinen Pflanzen gingen damals kaputt. Zu dieser Zeit spielte sich im wirklichen Leben etwas viel Wichtigeres ab. Meine Mutter war krank und im Krankenhaus. Meine Gedanken, meine Zeit und meine Aufmerksamkeit waren bei ihr. Die kleinen Pflanzen rückten dadurch leider verständlicherweise in den Hintergrund.

Heute gehört für mich auch das zu ihrer Geschichte, weil nicht jeder Samen, den wir setzen, sich beim ersten Versuch entwickelt. Das Leben hält sich nicht an unsere Pläne. Es gibt Zeiten, in denen unsere Kraft, unsere Liebe und unsere Aufmerksamkeit an einer ganz anderen Stelle gebraucht werden. Das bedeutet aber nicht, dass etwas für immer gescheitert ist. Irgendwann habe ich erneut gesät.

Und heute stehen zwei wunderschöne Artemisia-Pflanzen bei mir. Die eine ist inzwischen ungefähr 1,80 Meter groß, die andere etwa einen Meter. Ich bin wirklich stolz auf diese beiden Pflanzen. Wenn ich sie anschaue, fällt es mir selbst schwer zu glauben, dass all das einmal mit winzigen Samen angefangen hat.

Beide entwickeln sich unterschiedlich. Die eine wächst weit in die Höhe und streckt sich beinahe dem Himmel entgegen, die andere ist kleiner geblieben und wächst auf ihre eigene Art. Gerade darin sehe ich etwas, das sich wunderbar auf unser Leben übertragen lässt. Wir wachsen nicht alle gleich. Manches braucht länger, manches entwickelt sich schneller. Manches wächst in die Höhe, anderes in die Fülle, aber nichts davon ist weniger wert.

Heute nahm ich das kleine Heft dieses besonderen Menschen zur Hand und las darin über diese Pflanze, weil ich wissen wollte, wann ich sie ernten kann. Mein Blick blieb dabei an einem Gedanken hängen, die Pflanze in ihrer Ganzheit zu betrachten. Dann schaute ich auf die Uhr.

 

11:11 Uhr

 

Während ich das hier schreibe, weiß ich selbst, wie ungewöhnlich sich das anhören kann. Da lese ich ausgerechnet an diesem Tag über diese Pflanze, denke an den Menschen, durch den ich sie kennengelernt habe, und dann soll es auch noch genau 11:11 Uhr gewesen sein. Man könnte meinen, dass sich eine Geschichte dadurch einfach schöner erzählen lässt, aber genau so war es.

Ich möchte solche Augenblicke auf Engelsherz weder größer machen, als sie sind, noch möchte ich sie verändern oder verschweigen, nur weil sie für einen anderen Menschen ungewöhnlich klingen könnten. Gerade das gehört für mich zur Ehrlichkeit meiner Website. Ich erzähle hier von Dingen, die ich tatsächlich erlebe, und davon, was sie persönlich in mir auslösen.

Für mich haben Zahlen schon lange eine besondere Bedeutung. 11:11 empfinde ich mitunter als Verbindung zwischen Himmel und Erde. Deshalb hat mich diese Uhrzeit in genau diesem Moment besonders berührt. Für mich fühlte es sich an wie eine Verbindung zu diesem besonderen Menschen, durch den diese Pflanze überhaupt ihren Weg in mein Leben gefunden hat.

Ob jemand anderes darin ein Zeichen, einen Zufall oder einfach nur eine Uhrzeit sieht, darf jeder für sich selbst entscheiden. Für mich zählt, dass dieser Augenblick tatsächlich so stattgefunden hat und dass er mir ein wunderschönes, positives Gefühl gegeben hat.

 

Und dann war da noch die Wespenspinne

 

Auch sie begegnete mir heute, wie ich schon am Anfang berichtet habe.. Eine Spinne, die symbolisch für mich wunderbar zu diesem Tag passt. Sie webt Faden für Faden und lässt daraus etwas Ganzes entstehen. Genau das erinnert mich wieder an meinen eigenen Weg und an Engelsherz. Auch dort wusste ich beim ersten Schritt nicht, wie das fertige Bild einmal aussehen würde.

Auf dem Foto meiner Pflanzen befindet sich außerdem ein großer Schmetterling. Auch er hat für mich eine besondere Bedeutung. Er steht für Veränderung, Entwicklung und Entfaltung und begleitet mich schon lange auf meinem persönlichen Weg.

 

Und plötzlich passte für mich vieles zusammen

 

Die Spinne webt, die Pflanze wächst, der Schmetterling verwandelt sich und irgendwo dazwischen gehe ich meinen eigenen Weg. Vielleicht beschreibt genau das auch ein Stück meiner Geschichte und die Entstehung von Engelsherz.

Als ich mit meiner Website angefangen habe, wusste ich nicht, wohin mich diese Reise führen würde. Ich wusste nur, dass da etwas in mir war, das einen Platz brauchte. Also habe ich angefangen. Seitdem ist aus einem ersten Gedanken immer mehr entstanden. Neue Ideen kamen hinzu, andere haben sich verändert und manche führten mich auf Wege, an die ich am Anfang überhaupt nicht gedacht hätte.

 

Und genau dieses Nichtwissen finde ich inzwischen sogar spannend

 

Was kommt als Nächstes? Was entwickelt sich aus einer Idee? Welche Begegnung bringt einen neuen Gedanken? Und welcher kleine Samen wird irgendwann etwas Großes?

Nicht zu wissen, wohin ein Weg führt, muss nicht nur Unsicherheit bedeuten. Es kann auch neugierig machen. Für mich gehört dazu, meinen Gedanken immer wieder eine positive Richtung zu geben. Nicht ständig darüber nachzudenken, was alles nicht funktionieren könnte, sondern offen dafür zu bleiben, was entstehen kann.

Positiv zu denken bedeutet für mich dabei nicht, dass immer alles gelingt. Meine ersten kleinen Pflanzen haben mir schließlich etwas anderes gezeigt. Es bedeutet für mich vielmehr, nach einem Rückschlag nicht automatisch zu glauben, dass damit die ganze Geschichte zu Ende ist.

 

Denn manchmal beginnt sie einfach noch einmal

 

Wenn ich heute meine fast 1,80 Meter hohe Artemisia anschaue, sehe ich genau das vor mir. Aus einem winzigen Samen ist eine Pflanze geworden, die mich inzwischen weit überragt. Ich konnte sie nicht zwingen zu wachsen, ich konnte ihr nur die Möglichkeit dazu geben, sie pflegen und beobachten, was daraus entsteht.

 

Vielleicht ist es mit Engelsherz und mit uns selbst genauso

 

Auch Engelsherz begann einmal wie ein kleiner Samen. Und auch ich selbst habe mich verändert, bin gewachsen, habe Dinge losgelassen, Neues ausprobiert und mich immer wieder gefragt, was wirklich zu mir gehört. Ich weiß noch längst nicht, was daraus einmal entstehen wird.

 

Und genau darauf bin ich neugierig

 

Selbst bei meinen beiden Artemisia-Pflanzen stellt sich mir inzwischen die nächste Frage: Was mache ich nun mit ihnen? Wie geht ihre Geschichte weiter? Was kann und möchte ich aus ihnen entstehen lassen? Noch weiß ich es nicht, aber ich werde mich damit beschäftigen und schauen, welcher nächste Schritt daraus entsteht.

 

Gerade darin liegt für mich etwas Schönes. Nicht jede Geschichte braucht schon ein fertiges Ende, während wir noch mittendrin sind

 

Heute stehen diese beiden Pflanzen vor mir. Ich bin stolz auf sie und ich bin dankbar für den besonderen Menschen, durch den ich diese Pflanze kennenlernen durfte. Die Wespenspinne erinnert mich daran, meine eigenen Fäden weiterzuweben, der Schmetterling steht für mich für Entfaltung und Veränderung und 11:11 Uhr hat mich heute für einen Augenblick innehalten lassen und mich an meine persönliche Verbindung zwischen Himmel und Erde erinnert.

 

Ich weiß nicht, wohin mich mein Weg mit Engelsherz noch führen wird

 

Ich muss es heute auch noch nicht wissen, ich darf neugierig bleiben und ich darf positiv nach vorne schauen. Ich darf weiter säen, pflegen und wachsen lassen und darauf vertrauen, dass sich der nächste Teil meines Weges zeigen wird, wenn die Zeit dafür gekommen ist.

Und vielleicht magst auch du einmal zurückschauen. Gab es in deinem Leben etwas, das beim ersten Versuch nicht wachsen konnte? Einen Wunsch, eine Idee oder einen Traum, für den damals einfach nicht die richtige Zeit war?

 

Was wäre, wenn du diesem Samen heute noch einmal eine Chance gibst?

 

Ein Ende bedeutet nicht, dass aus einem Samen niemals etwas werden kann, denn mancher Samen braucht einfach einen neuen Anfang.

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